







“Kein Licht” Elfriede Jelinek
Regie: Clara Hinterberger I Raum: Anika Söhnholz I Kostüme: Anke Laerenberg I Dramaturgie: Moritz Schleissing I Mit: Schauspiel: Hanna von Gutzeit, Bela Milan Uhrlau I Tanz: Katrin Schafitel I Musik: Trio Milontan
Premiere: Februar 2012, Akademietheater München
Elfriede Jelineks assoziative Sprachpartitur setzt unmittelbar nach der Havarie des Atomkraftwerkes in Fukushima ein. Zwei Musiker*Innen sind mit einem Hörverlust konfrontiert, der eine zwischenmenschliche Kommunikation und vertraute Gesetzmäßigkeiten unwiderruflich aus dem Gleichgewicht gebracht hat.
Die musiktheatrale Performance überließ dem Zuschauenden die Entscheidung, welche Hör- bzw. Sehperspektive er einnahm. Eine Inszenierung, die bewusst mit den Gesetzmäßigkeiten des Zufalls eine akustische Rhythmik des Unkontrollierbaren schaffte, in welchem der Text Jelinek als Sprachpartitur inszeniert der Frage nachging: Wie treten wir in Kommunikation, wenn wir einander nicht hören?